Soeben erschienen: Antiqua 45
Werner E. Stöckli
Chronologie und Regionalität des jüngeren Neolithikums (4300-2400 v.Chr.) im Schweizer Mittelland, in Süddeutschland und in Ostfrankreich, aufgrund der Keramik und der absoluten Datierung, ausgehend von den Forschungen in den Feuchtbodensiedlungen der Schweiz.
404 S., 115 Abb., 128 Tab., 167 Taf., 1 Beil.
ISBN 978-3-908006-37-6
Preis CHF 95.- (für AS-Mitglieder CHF 69.-) plus MwSt und Versandkostenanteil
Das untere Zürichseebecken mit seinem überaus reichen Bestand an Keramikkomplexen, die C14- und dendrodatiert sind und die behandelte Periode fast lückenlos belegen, ist der Ausgangspunkt der Untersuchung.
Hier wie in den nachfolgenden Regionen – Westschweiz, Ostschweiz, Baden-Württemberg, Bayern, Oberrheintal und Ostfrankreich – überprüft W.E. Stöckli zunächst die absoluten Datierungen, indem er C14-Datenserien sowie Dendrokurven kritisch würdigt.
Sodann analysiert er über 350 Komplexe aus über 200 Fundstellen; abgebildet sind fast 10’000 Objekte, durchwegs im Massstab 1:8. Auf dieser Basis entwirft der Autor ein Bild der Regionalität und Entwicklung im Arbeitsgebiet während des „Seeuferneolithikums“. Als besonders geeignet dafür erweisen sich die Töpfe, weil sie überall vorhanden sind. Stöckli arbeitet deren Formen und Veränderungen sowie die wechselnden Einflüsse heraus; zudem geht er auf regional begrenzte technische Besonderheiten und Sonderformen ein.
Gerade an letzteren sind die beiden kulturellen Hauptblöcke – jener mit mitteleuropäischen Wurzeln und der mittelmeerisch ausgerichtete – besonders gut zu erkennen, aber auch die fluktuierende Grenze zwischen ihnen sowie eine Mischzone, die lange Zeit das zentrale Schweizer Mittelland prägte.
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Soeben erschienen: Antiqua 44
Antoinette Rast-Eicher
Textilien, Wolle, Schafe der Eisenzeit in der Schweiz
212 S., 240 Abb., 104 Tab.
Preis CHF 65.- (für AS-Mitglieder CHF 49.-) plus MwSt
plus Versandkostenanteil.
ISBN 978-3-908006-36-7
Textilien sind seit der Jungsteinzeit ein zentrales Element der Kultur. Sie gehören jedoch zu den selten und nur bruchstückhaft erhaltenen Relikten aus der Schweizer Ur- und Frühgeschichte. Die Autorin aber hat an eisenzeitlichen Metallgegenständen aus Gräbern – Fibeln, Waffen und Geräten – kleinste Reste entdeckt und sie mit dem Rasterelektronenmikroskop untersucht und zum Sprechen gebracht.
Zunächst hat A. Rast-Eicher ermittelt, welche Fasern – Wolle, aber auch Pflanzenfasern – verwendet wurden. Sodannzeigte sie, dass - Textilien nicht immer „Kleider“ bedeuten, sondern auch als Leichentuch oder Verpackung von Grabbeigaben verwendet wurden.
Ein weiterer Strang der Arbeit ist die Auswertung der Wollfeinheit. Wie es sich zeigte, wurde schon in der Hallstattzeit sortierte Wolle zu Textilien verarbeitet. Am Ende der keltischen Epoche, im ausgehenden 1. Jh. v.Chr., wurden deutlich feinerwollige Schafe gezüchtet als in den früheren Jahrhunderten. Schliesslich schlägt die Autorin eine neue Methode zur Interpretation der Wollfeinheit vor, die auf den Anteilen von bestimmten Faserstärken beruht.
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Antiqua 43
Daniel Castella et Marie-France Meylan Krause (dir.)
Topographie sacrée et rituels
Le cas d’Aventicum, capitale des Helvètes
Actes du colloque international d’Avenches, 2-4 novembre
2006
352 Seiten, zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-908006-35-0
Preis
CHF 69.- (für AS- sowie ARS-Mitglieder CHF
49.-) plus Versandkostenanteil
In den letzten Jahren wurden in Aventicum mehrere Heiligtümer
untersucht. Die Baureste, Kleinfunde und Inschriften haben
neue Erkenntnisse zu den religiösen Praktiken
in der Helvetierhauptstadt ergeben, die im neuen Band dargestellt
sind.
Ursprünge, Einbindung und Organisation der Heiligtümer
innerhalb der Stadt stehen im Zentrum der Überlegungen.
Die hiesigen Kultanlagen werden verglichen mit analogen Spuren
aus grossen Orten im Nordwesten des Römerreichs. Dabei
gilt das Augenmerk nicht allein den materiellen Resten und
dem Urbanismus; vielmehr sind auch der politische, soziale
und religionsgeschichtliche Rahmen miteinbezogen.
Einige Beiträge haben die Lage von Heiligtümern
im Helvetiergebiet sowie ihre Beziehung zum Hauptort Aventicum
zum Inhalt. Der Band enthält daher auch einen Katalog
der römerzeitlichen Sakralanlagen der Schweiz.
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Antiqua 42
Jakob Obrecht und Paul Gutzwiller
Die Loppburg – eine befestigte Höhensiedlung.
Resultate der Ausgrabung von 2001 in einer vermeintlich mittelalterlichen
Burg.
ca. 130 S., zahlreiche Abb.
ISBN 978-3-908006-34-3.
Preis SFr. 59.- (für AS-Mitglieder) plus Versandkostenanteil.
Für den Chilenwaldtunnel, ein neues Teilstück der
Autobahn A2 zwischen Hergiswil und Stansstad im Kanton Nidwalden,
musste ein Brandabluftkamin gebaut werden. Dies führte
im Jahr 2001
zu einer Rettungsgrabung im Innern der «Loppburg»,
deren Ergebnisse hier vorgestellt werden.
Das Fundmaterial und eine Reihe von C14-Datierungen zeugen
von Begehungen des Fundplatzes seit dem Spätmesolithikum.
Reste von Hausstrukturen und Kleinfunde, vor allem Keramik
und eine verzierte Bronzenadel, sprechen für wiederholte
Besiedlungen dieses Bergsporns zwischen dem 13. und dem 11.
vorchristlichen Jahrhundert. Die Wallanlage dürfte durch
die Mitfunde spätlatènezeitlich zu datieren sein.
Der ebenfalls freigelegte und danach restaurierte L-förmige
Mauer-zug hingegen stammt wohl aus dem 9. oder 10. Jh. n.Chr.
Die Ausgrabungen erbrachten keinen eindeutigen Nachweis für
die Existenz der in Chroniken der Frühneuzeit erwähnten
«Loppburg».
Aus dem Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung
2. Befunde
3. Funde
4. Chronologie und Belegungsgeschichte
5. Katalog
6. Dokumentation und Konservierung des Mauerzuges M1/M2
7. Naturwissenschaftliche Untersuchungen (Mineralogisch-petrographische
Untersuchungen; Petrographische Untersuchungen an Sandsteinen
und Keramik; Tierknochen, Zahn- und Geweihfragmente; Pollenanalyse;
Holzartenbestimmung)
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